Kuss an die Zeit

Verweinte Augen,
tränenfeuchte Wangen,
trostloses verlaufen.

Schatten vergangener Tage,
Erinnerungen, vertrauter Düfte
und Berührungen.

Plötzliche Sehnsucht,
nach sonnigen Tagen,
nach einer Nische
in Deinem Herzen.

Gebete zu den Sternen
die hinaufsteigen
bis zur Himmelskuppel.

Ich schicke Küsse an die Zeit,
dann lasse ich sie los
und fliege, bis ich meinen
Weg gefunden habe.

©Angélique Duvier

Kuss an die Zeit

© Angélique Duvier


© 2025 Angélique Duvier, Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung, sowie des öffentlichen Vortrags. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren reproduziert werden.


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Kommentare zu "Kuss an die Zeit"

Re: Kuss an die Zeit

Autor: Alf Glocker   Datum: 28.09.2025 7:30 Uhr

Kommentar: Wo ist er nur?
Ich suche ihn ebenfalls - diesen Weg...

Liebe Grüße
Alf

Re: Kuss an die Zeit

Autor: Grafeneder Johann   Datum: 01.10.2025 18:26 Uhr

Kommentar: Ein zarter, melancholischer Gruß an die Zeit – voller Sehnsucht, Erinnerung und stillem Mut zum Loslassen. Die Worte berühren wie Sternenstaub auf tränenfeuchter Haut. Wunderschön und tief empfunden. Liebe Grüße Johann

Re: Kuss an die Zeit

Autor: Angélique Duvier   Datum: 01.10.2025 20:01 Uhr

Kommentar: Lieber Johann, herzlichen Dank für den schönen Kommentar, ich freue mich sehr, dass meine Gedanken die ich in Worte zu fassen gesucht habe, so gut verstanden wurden!

L.G. Angélique

Re: Kuss an die Zeit

Autor: Janet Bleiker   Datum: 04.10.2025 22:45 Uhr

Kommentar: Liebe Angélique

​das ist ein wunderbar tiefes und ergreifendes Gedicht! Es fängt diesen schmerzhaften Moment der Trauer und Sehnsucht perfekt ein.

Die Bilder der "verweinten Augen" und der "Nische im Herzen" sind so nah und berührend. Aber die größte Kraft steckt für mich im Schluss: "Ich schicke Küsse an die Zeit, dann lasse ich sie los..."
​Dieses Loslassen, um den eigenen Weg zu finden, ist der vielleicht schwierigste und zugleich befreiendste Schritt.
​Und das Foto ist dazu die perfekte visuelle Ergänzung! Der Kontrast zwischen dem verrosteten, verschlossenen Schloss und der offenen, strahlenden Blüte fängt die ganze Emotion des Gedichts ein – das Alte, das uns festhalten will, und die Schönheit, die im Loslassen wartet.

Vielen Dank fürs Teilen dieser intensiven Poesie!

Herzliche Grüße
Janet

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