Ich jage stets nach diesem Gefühl,
ein Gefühl mal laut mal leis'.
Versteckt sich hinter meinem Schatten,
entblößt sich zwischen schwarz und weiß.
Es lügt nicht, ist aber auch nie wahr,
spielt wie ein Kind mit den Zeilen.
Zerreißt sich gern in kleinste Splitter,
und lässt sich von mir doch nicht teilen.
Lässt sich auch nicht eilig drängen,
durch locken schickt es Betrüger!
Flüstert mir stets weise Worte doch,
danach bin ich nicht viel klüger.
Verspricht mir stets die schönste Musik,
zeigt sich mal in schwarz mal weiß.
Ich turne und tanze und stell mich auf den Kopf,
doch das Gefühl jagt mich im Kreis!
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]