Zuerst hatte er eine Wohnung Mit einem Zimmer.
Mit einer Küche Einem Herd. Einem Tisch. Drei
Stühlen. Einem Schrank. Einer Spüle. Und ein
Zimmer. Mit Bett. Mit Schreibtisch. Mit Computer.
Mit Stehlampe. Einer Obstschale. Einem Poster.
Fand aber keine gute Arbeit mehr. Die Wohnung
wurde zu teuer. Das Konto war nur noch leer. Dann
schrieb er einen Brief an Gott: „Hilf mir!“



Dann hatte er ein Zimmer. Mit einem Bett. Einem
Tisch! Zwei Stühlen. Einem Computer. Einem
Teppich. Einem Poster. Einer Kochplatte. Ein Regal
für die Bücher. Ein paar Haken für die Kleider.
Einer Ecke für das Geschirr. Dann wurde seine
Arbeit gekündigt. Die Wohnung war zu teuer. Das
Leben nur noch irre. Dann schrieb er einen Brief
an Gott: „Hilf mir!“

Dann hatte er ein Zelt. Eine Taschenlampe. Einen
Schlafsack. Eine Isomatte. Einen Rucksack. Mit
Hosen. Mit Pullovern. Mit Hemden. Eine Plastiktüte
mit Brot. Etwas Schokolade. Einige Bonbons. Ein
paar Dosen: „Mit Ravioli! Mit Suppe! Mit Gemüse!
Einen Gaskocher. Der Zeltplatz wurde aber zu teuer.
Das war das Ende. Dann schrieb er einen Brief
an Gott: „Hilf mir!“



Dann hatte er eine Bank. In einem Park. Eine
Plastiktüte. Einen Schlafsack. Eine Flasche mit
Wasser. Etwas Brot. Ein Handy. Ein paar Socken.
Zwei Hemden. Einen Pullover. Eine Hose. Zwei
Jacken. Einen Schal. Einen alten Rucksack. Und
das was er am Körper trug. Einfache Kleidung.
Abgetragen und voller Löcher. Dann schrieb er
einen Brief an Gott: „Hilf mir!“



Dann wartete er auf die Antwort. Den Brief von
Gott. Saß auf der Bank. Erinnerte sich an die
Wohnung. An das Zimmer. An das Zelt. Stand
auf. Und dachte: Rede mit jedem Mensch der Dir
begegnet. Kann sein der Erste. Kann sein der
Zweite. Kann sein der Dritte. Ist die Antwort
von Gott. Mit der Dir die Liebe begegnet. Der
Brief, mit dem Gott jeden rettet!



(C)Klaus Lutz



PS. Am 20.1.um 16:37 Uhr die
Copyrights gesichert!


© humbalum


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Beschreibung des Autors zu "Die Antwort"

Hallo!

Habt einen schönen Tag! Ich hoffe, der Text
kommt an! Vermittelt etwas Lebenskraft. Denn
das ist heute wichtiger denn je! Ein klarer Blick.
Ein klares Denken. Ein klares Leben. Dann bleibt
auch, in der verrücktesten Zeit, etwas von Wert.
Ich liege neunzig Prozent, des Tages, im Bett.
Anders funktioniert mein Leben nicht mehr. (Im
Augenblick!) Die Behinderung, Krebs und alle
Komplikationen damit. Das zwingt zu einem
starken Willen. Zu der Klarheit, etwas
funktioniert immer. Und es gibt auch wieder
Lichtblicke. Mache das beste aus diesem
Leben. Und gehe, wenn auch nur mit kleinen
Schritten, weiter. So nehme ich also alle
Konzentration. Trinke Morgens einen Tee.
Nehme alle Tabletten. Geniesse die Ruhe und
den Frieden des Tagesanfangs. Und weiß mein
Leben geht weiter. Egal wie grau diese Welt
auch ist. Mit verrückten Politikern. Korrupter
Presse. Verdrehten Virologen. Mit all dem was
die an komischen Plänen haben. So bleibt etwas
Farbe in jeder Zeit. Nur mit dem Wissen ich
mache weiter. Ich habe noch etwas Kraft. Und
die gebe ich allem was ich Liebe. Morgens lese
ich die neuesten Nachrichten. Mittags kriege
ich vielleicht Besuch. Nachmittags mache ich
mir eine gemütliche Zeit. Und Abends sehe ich
wie sich der Tag verabschiedet. Und die Stille
der Welt. Und der Atem des Lebens. Und die
Kunst des Willens. Alles wird Eins. Und keine
Umstände der Krankheit. Keine Schmerzen und
Einsamkeit. Keine Phantasie und Verzweiflung.
Keine Ängste und Pandemien zerstören mich.
Und nehmen mir die Kraft zu sagen: "Ich lebe!"
Die Freiheit in meinem Kopf ist noch da! Ich
sehe die Welt und finde meine eigene Wahrheit.
Ich habe noch Freunde und eine Zukunft. Und so
lange ich diesen Reichtum besitze. So lange hat
mein Leben von Wert. Ich wünsche Euch einen
schönen Tag! (C)Klaus Lutz

Hallo!
(Als Erklärung nur zu dem Gedicht!)

Die erste Fassng von dem Gedicht ist
im Nirwana vom Internet verschwunden!
Eine falsche Taste. Und der Text war weg.
Eine zweite Fassung kommt nie an die
erste ran. Mich hat aber die Idee überzeugt.
Und ich habe es trotzdem probiert. Den
Text annähernd wie die erste Fassung zu
schreiben. Ich hoffe es kommt noch im
Leben an. Auch wenn die Feinheiten fehlen.
Zum letzten mal ist mir das vor sieben
acht Jahren passiert. Ein herrlicher Text.
Und plötzlich war er weg. Damals habe
ich keinen zweiten Anlauf genommen. An
das Original wäre das nie ran gekommen.
Ihr wißt mit Sicherheit was ich meine.
Da ihr auch mit Sprache arbeitet. Wenn
ihr wollt laßt einfah eine Notiz da. Wie der
Text ankommt. Und die Aussage noch trifft.
Auch wenn die Nuancen verloren gegangen
sind! Ich nehme das jetzt auch als die
erste Fassung! Und arbeite noch etwas dran.

Klaus

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Kommentare zu "Die Antwort"

Re: Die Antwort

Autor: Julia Häge   Datum: 01.02.2021 19:51 Uhr

Kommentar: Lieber Klaus,
Hab alles gelesen und bin tief berührt...
Das Gedicht ist für mein Empfinden genauso wie es ist...wunderbar...
Und von der Aussage her auch meinem Denken ähnlich...

Dein Leben...ich habe großen Respekt vor deiner Positivität trotz der Krankheit und dem, was sie mit sich bringt...
Bin auch nicht ganz gesund aber nichts vergleichbares...mir fehlt dieser pure Optimismus aber schon von mal zu mal...

Alles Gute für dich, lieber Klaus...
Ganz herzliche Grüsse von Julia

Re: Die Antwort

Autor: Michael Dierl   Datum: 02.02.2021 12:29 Uhr

Kommentar: Hallo Klaus,
schließe mich Julias Kommentar an. Ist schon hammerhart was Du da durchmachst. Ich kann Dir leider auch nicht viel helfen - da kein Arzt. Kenne mich nur ein wenig mit Naturheilmitteln aus. Schaue mal was Dein Vitamin D3 sowie D Spiegel macht. Der sollte über 20 sein. Besser höher so über 50. Oberster Wert liegt bei 70. Vitamin D3/D (Sonnenvitamin) stärkt ungemein das Immunsystem. Meine Mutter wäre fast daran gestorben! Sie hatte nur noch 7 und unter 10 wird es langsam lebensgefährlich. Sie konnte keine Arme und Beine heben. Die Muskel krampfen, natürlich auch das Herz! Dann schau mal was Deine Zähne so machen. Schlechte Zähne oder schlechter Zahnersatz macht das Immunsystem zu schaffen. Ich kenne jemanden der mußte alle seine Zähne gezogen werden, weil diese seine 2. Lunge, die er bekommen hatte abgestoßen wurde, so die Ärzte in der Gießener Klinik. Danach ist dann die 3. Lunge drin-geblieben. Auch sein Blutdruck wurde besser, so, dass er keine Tabletten brauchte. Letzteres aber erst nach einiger Zeit ca. 2 Jahre. Er hatte als Industrieschlosser mit Astpest zu tun gehabt und so seine eigene Lunge kaputt gemacht. Mehr kann ich nicht dazu sagen und übernehme aber auch keine Verantwortung für irgendwelche Entscheidungen von Dir. Möchte, dass Du dies vielleicht, eventuell berücksichtigst und in Deinen Genesungsplan mit einbaust! Spreche mal mit einem Arzt drüber der sich damit vielleicht besser auskennt. Sind von mir nur Tipps ohne Garantie auf Erfolg. Wünsch Dir auch alles Gute!

LG Michael

Re: Die Antwort

Autor: Jens Lucka   Datum: 02.02.2021 17:03 Uhr

Kommentar: Lieber Klaus. Ich bin da ganz bei dir. Ich für mich mache mir immer klar, was ich habe und bin. Es könnte ja jeden Tag ,,Anders" sein.

Die besten Wünsche von Jens !

Re: Die Antwort

Autor: humbalum   Datum: 04.02.2021 7:49 Uhr

Kommentar: Danke für die Kommentare! Klaus

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