Wohin

© Santos-Aman

Was immer war, erkannte sich,
verlor sich in furchtlosigkeit.
Unsere Pfade reichen jenseits
des Menschlichen, jenseits von
Trug und List oder Rache.
Wer führt das Zepter dort?
Weißt Du es, wie ich es weiß?
Warum frage ich, was bist Du mir,
Schwester, Freund oder Liebste?

Ich nenn es nicht,
kenne den Namen nicht mehr.
Du bist ich und ich bin Du,
und beide warfen wir uns in die Welt,
für's Leben, wider das Sterben.
Und doch, zersprengt's nicht das Innerste
während wir weiterwollen und müssen,-
und endlich, endlich können.

Es ist Tag, der Morgen kam
und stieg aus den Nebeln, siehst Du wohin?
Weißt Du, Kraft eines Wunsches allein
entsteht Wirklichkeit,
sanft, tragend, umfangend,
nehm' ich Dich in meine Arme,
gestern und morgen, verstehst Du,
ich liebe Dich.


© Santos-Aman


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Kommentare zu "Wohin"

Re: Wohin

Autor: Bella   Datum: 16.04.2018 9:14 Uhr

Kommentar: Guten Morgen lieber Santos,

ein poetischer melancholischer Text, wie ein Lied, dass einen traurig macht und doch so wundersam warm trägt. Der letzte Vers macht Gänsehaut pur!

Sei lieb gegrüßt
Bella

Re: Wohin

Autor: agnes29   Datum: 16.04.2018 13:09 Uhr

Kommentar: Lieber Santos, deine Gedichte sind so schön man muß sie einfach zweimal lesen.
Es grüßt dich Agnes

Re: Wohin

Autor: Santos-Aman   Datum: 16.04.2018 13:41 Uhr

Kommentar: Liebe Bella, liebe Agnes, ich danke euch für eure lieben Kommentare, die mich berühren....

Grüße von Herz zu Herz
Santos

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