Die Tage gleißen im Sonnenlicht -
du bist befangen, das stört dich nicht,
denn dies ist genau dein Leben…
kommt denn noch etwas danach?
Bist du nur Fleisch, sonst aber nichts?
Rette den Augenblick, er ist dein Schatz!
Du wanderst und denkst und du
zweifelst an dir – schau doch mal zu:
Was kann es für ein Endziel geben?
Betrachte, oder bist du nicht wach?
Was geschieht im Bereich des Lichts?
Wie benimmst du dich auf deinem Platz?
Bist du dir als Menschlein nicht geheuer?
Nenn dich wert und lieb und teuer…?
Kein andrer steht dir zur Verfügung!
Ist das aussichtslos? Ist’s gut?
Wer bist du, daß dir das gefällt?
Steck deinen Kopf nicht in den Sand!
Von vielerlei Gedanken angetrieben
musst du wohl dein Schicksal lieben,
denn dieses hier ist keine Übung!
Was steckt dir nur in deinem Blut?
Und wo hinein bist du gestellt?
Will dein Kopf durch eine feste Wand?
Magst du deinem lieben Gott verzeihen,
oder laut zum Himmel schreien?
Vor dir steht ein Berg aus Stunden,
hinter dir nur unergründliche Erfahrung,
mit der du nicht viel machen kannst.
Komm und fasse dich zusammen!
Bescheide dich? Begehr‘ mal auf?
Es ist ja dein verrückter Lebenslauf,
der dich aus einem „Nichts“ gefunden –
und was ist dir eine Offenbarung?
Was du in die Nacht verbannst
Das steht in den hellsten Flammen!
Keine Angst, es ist ganz leise…
Dein Erkennen nennst du „weise“,
doch es ist für dich speziell!
Du verdrängst was dir nicht passt
und auf deinen wilden Wegen lauert
dein ganz eigenes Verlangen!
Gefangen bist du hinter dicken Stäben,
die dir die Kraft zum Handeln geben.
Das tust du, instinktiv und schnell…
Walte lieber sorgsam – ohne Hast –
du bist peinlich in dich eingemauert
und in Bälde rücksichtslos vergangen!
Kommentar:@ Alex - oh, da hab ich wohl in der Eile einfach drufgedrückt und Liebesgedicht ist stehen geblieben. Die meisten Leute haben ja anscheinend das Bedürfnis Liebesgedichte zu schreiben. Gruß Alf
@ Noè - in feurigen Buchstaben . D CB A
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