Du ziehst mich an und stößt mich fort,
ich kenne weder Ziel noch Grund.
Mal suchst du meine Nähe dort,
mal schließt sich plötzlich nur dein Mund.

Sag, ist das Liebe oder Spiel,
ein Feuer, das noch in mir glüht?
Ich weiß nicht, ob davon viel blieb,
wenn deine Nähe langsam flieht.

Wer steht noch zwischen dir und mir,
wer nimmt den Platz, der meiner war?
Warum wird Nähe fremd bei dir,
und nichts an deinem Blick ist klar?

Ich brauch kein kunstvolles Wort von dir,
kein Ausweichen und keinen Schein.
Ich brauche nur die Wahrheit hier,
mag sie auch schmerzhaft für uns sein.

Sag, was in deinem Herzen ruht,
auch wenn die Antwort weh mir tut.
Ich weiß, die Wahrheit fordert Mut,
doch Schweigen macht am Ende Wut.

Ein Nein kann schneiden, tief und klar,
doch Ungewissheit bleibt besteh’n.
Ein Abschied wäre bitter, wahr,
doch schlimmer ist, im Kreis zu geh’n.


© Max Vödisch


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Kommentare zu "Ein Wunsch nach Wahrheit"

Re: Ein Wunsch nach Wahrheit

Autor: Groti   Datum: 22.09.2026 21:21 Uhr

Kommentar: Bitter, wem diese Problematik widerfährt, lieber Max. Schicke lG in Deinen Abend, Helga

Re: Ein Wunsch nach Wahrheit

Autor: Max Vödisch   Datum: 23.09.2026 9:20 Uhr

Kommentar: Liebe Helga,

herzlichen Dank! Es ist tatsächlich bitterschwer, aber genau aus diesen Erfahrungen entsteht oft die klarste Lyrik. Danke, dass du deine Gedanken dazu geteilt hast.

Liebe Grüße und dir einen schönen Tag,

Max

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