Eine Begegnung im Bus,
der Liebe erster, flüchtiger Kuss.
Ein Blick,
kein Trick – nur neugieriges Interesse.
Zwei Fremde, zwei Welten, die in einem Moment kollidieren,
anfangen, umeinander zu rotieren.
Sich im Chaos des Lebens euphorisch halten.
Der eine, um zu heilen – der andere, um nicht alleine zu weinen.
Der erste Kuss ist schön, federleicht,
einfach, ohne Krach.
Der Beginn ist leicht, schnell gemacht,
Hoffnung keimt,
doch meistens bleibt es nicht so, wie es scheint.
Liebe als zarte Pflanze,
sie nährt sich von Nähe.
Nah sein heißt mehr sehen,
mehr verstehen, nicht gehen,
aushalten statt raushalten.
Halten, was schwer ist.
Verzeihen, was vergangen ist.
Der erste Kuss ist einfach,
Liebe zu erhalten, braucht vielfache Energie.
Liebe ist Entscheidung, jeden Tag –
so wird aus Saat ein Keim
und bald wird dort eine starke Pflanze sein.
Worte sind richtig. Taten viel wichtiger.
Was der Verstand längst weiß, begreift das Herz nur durch das Fühlen.
Aber Nähe erfordert Mut,
Mut, sich selbst zu erkennen.
Mut weicht oft an diesem Punkt der Wut.
Liebe ist nicht nur schön,
in der Nähe zwingt sie uns hinzusehen.
Manchmal spiegelt sich Schuld und Scham.
Manche stürzt das in tiefe Gram.
„So bin ich nicht, will mich so nicht sehen.
Was du mir zeigst, hat es so nie gegeben.“
Du willst gehen, rennen, fliehen.
Jemand anderes spiegelt dir vielleicht nur dein für dich annehmbares Ich.
Wenn du willst, folge dem Irrlicht.
Zwingen zu bleiben kann und werde ich dich nicht.
Aus Liebe.
Denn sie bleibt auch in Distanz.
Aber die einst starke Pflanze geht ein.
Wo Verantwortung weicht,
offenbart sich der Moment,
wo Liebe nicht reicht.
Liebe heißt auch loslassen,
weil, wenn man um jeden Preis bleibt,
dann verschwindet man selbst leicht.
Aus Liebe zum anderen, der Hoffnung, dem Potenzial.
Das ist schwer, der Schmerz dieser Erkenntnis macht noch lange etwas her.
Ich liebe dich, aber ich liebe mich mehr.
Ich musste der Liebe dieses Mal begegnen,
um das mit meinem Herzen zu verstehen.
Die Liebe wurde dieses Mal gemeinsam gefunden,
ihre Hürden nicht mehr zusammen überwunden.
Aber keiner von uns ist am Ende verschwunden.
Liebe Liebe, danke, dass du bei mir warst.
Ich habe mich selber gefunden.
Beschreibung des Autors zu "Aus Liebe für dich und mich"
Dieses Gedicht ist sehr persönlich und erzählt von meinen schmerzhaften Weg bis zu dem Moment, in dem ich wieder nicht gewählt wurde und daraufhin zum ersten Mal mich wählte.
Ich verwendete keine weitere Zeit mehr damit, den anderen zu überzeugen, wie sehr es sich lohnen würde, mich zu wählen. Das war sehr schmerzhaft, aber auch sehr heilsam.
Wenige Monate später wählte die Person einen neuen Partner. Ich bin weiterhin alleine. Das hat mich in der Trennung erneut bestärkt. Ich liebe noch, aber nicht mehr um jeden Preis.
Wenn du bis hierhin gelesen hast und dich auch mal so fühlen musstest, fühle dich umarmt. Es ist kein leichter Weg- manchmal einsam, meistens ist er einsam- aber ich glaube fest daran, dass es sich lohnt.
Stille, Blätter flüstern einen letzten Gruß
bevor sie sanft zur Erde gleiten.
Es trägt sie ein zärtlicher Wind,
er bittet sie zum Tanz, ihrem letzten Tanz.
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Ich bin noch am Leben. Heute Morgen liege ich nur im Bett. Denke an Alles und Nichts. Trinke Tee. Warte bis der Tag lebt. Auf den Morgen. Und ich die Bäume sehe. Und den Himmel. Und die Sonne. Und [ ... ]