augenblicklich

© Uschi Rischanek

So sag mir doch, was war es denn,
das dich so lang schon fasziniert.
War es der Blick in meine Augen,
der dich selbst heut noch inspiriert?

Mit dir in Blumenwiesen schauen,
in Farben, die oft endlosbunt.
Noch immer einander vertrauen,
war es mein Lächeln um den Mund?

Selbst jetzt möcht ich soviel erleben,
noch immer freuen, wie ein Kind.
Und all den Kummer dir verwehen,
grad wie den Luftballon der Wind.

Des Nachts mit dir am Firmament,
sag mir ob dies vermessen wär,
wo Sternenbilder man erkennt
im Herzensgleichtakt wär nicht schwer.

Ich habe manchmal keine Worte,
doch niemals fehlt der Blick nach dir.
Selbst an dem klösterlichstem Orte,
bist du mein Liebeselixier.

Dein Lächeln gleicht den Jahreszeiten;
sie wandern, doch vergehen nicht.
An deiner Hand durch Wiesen schreiten;
ein Kind sein, das mit Blumen spricht.

Ein Luftballon, er streift an Wänden
und trudelt Richtung Sternenlicht,
die Blume blüht in deinen Händen,
ihr Name ist: Vergissmeinnicht ... .

© U.R. & J.L.
Text/Bild/Rezitation
Music: Calvin Clavier


© Uschi Rischanek


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Beschreibung des Autors zu "augenblicklich"

...und all den Kummer dir verwehen, grad wie den Luftballon der Wind...

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Kommentare zu "augenblicklich"

Re: augenblicklich

Autor: humbalun   Datum: 30.08.2026 14:59 Uhr

Kommentar: Ich habe Magenschmerzen von einem Pudding. Ein Härtetest für den Körper. Neunzig Prozent der Lebensmittel sind so. Erfolgreiche Produkte aus purer Chemie. Der Pudding schmeckt nach Pudding. Das ist das Echte an dem Ding. Der Rest ist Phantasie aus der Wissenschaft. Da hat kein Körper eine Chance. Nicht mit seiner Phantasie. Nicht mit seinem Denken. Und nicht mit seiner Kunst. Die Wissenschaft lässt den Körper sogar an die Chemie glauben. Drei Tage den Pudding. Und die Magenschmerzen gehören zur Familie. Der Verwandte, der das Leben erträglich macht. Wie konnte ich nur ohne Magenschmerzen leben? Und ohne Pantoprazol. Und ohne Riopan. Und ohne Schmerztabletten. Und ohne die jährliche Magenspiegelung. Und ohne den Pudding. Dem lebensfrohen Produkt der durchdachten Selbstzerstörung.Entschuldige diese Ausschweifungen. Ich beobachte das Schreiben von Dir. Und die Sprache wird schöner und schöner. Früher war deine Sprache und der ganze Stil an die Romantik angelehnt. Im Augenblick ist dein Schreibstil sehr schön. Und die Sprache besitzt etwas Selbstständiges, was die Worte lebendiger werden lässt. Die Sätze haben mehr und mehr Kraft. Aber sie lassen sich leichter lesen. Ich denke, in die Gedichte fließt mehr Licht. Die Worte blühen. Wie die Natur, die du beschreibst. Und das löst dieses Gefühl aus: Mit jedem Wort mitten im Leben zu sein. Ein echt schönes Gedicht. Ich wünsche Dir eine herrliche Woche. Mit den besten Grüßen nach Wien!Klaus“

Re: augenblicklich

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 30.08.2026 22:39 Uhr

Kommentar: Hallo Klaus,

wow so ein langer Kommi zu diesem Gedicht. Ich freue mich wenn es Dir gefällt, manchmal bin ich ein kleinwenig 'aus der Zeit gefallen' in meiner Art mich auszudrücken, dies war irgendwie schon immer so und ich kann damit ganz gut leben mittlerweile. Mag sein, es liegt daran, mich andernorts - Du weißt... - ganz viel mit Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse und noch so einigen anderen Klassikern zu befassen. Vielleicht färbt es ja ein bisserl auch ab, wenngleich ich niemals kopieren mag. Ich schreibe überwiegend über Gefühle, alles andere wäre nicht glaubhaft und authenthisch denke ich.

Dankeschön für Dien Hiersein wünsche ich eine einigermaßen erbauliche Woche und schicke liebe Grüße in Deinen Abend hinein!
Uschi

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