Ja, ein Bulle, der will springen.
Kann ein Liedchen davon singen,
Wie es war in frührer Zeit.
Mir deucht - schon eine Ewigkeit.
Doch dann - die Bulle stand nicht richtig!
Wo sie doch grad' für's Springen wichtig.
Er werkelt auf der Kuh herum
Vergeblich - ach, s'ist doch zu dumm!
Die Kuh enttäuscht, weil nichts passiert -
Der Stier rutscht ab und ist blamiert.
Rast im Korral, springt übern Zaun.
'Ratsch' - sich die Bollen weggehaun!
Denn Drahtes Stachel reißen Ritze.
Tief in den prallen Beutel Schlitze.
Oh jeh - quillt's frei und weiß ans Licht,
reißt ab sogleich durch Ochs' Gewicht!
Und ach - sieht man in Drahtes Fängen
Zwei dicke Boll'n an Strängen hängen!
Sogleich die Kühe stieren, glotzen
Laut blökend: "Mußt nun zu den Ochsen!
Die auf der and'ren Weide stehn,
Von ferne kannst'e uns noch sehn!"
So herrscht nun Ruhe im Karton,
Nur manchmal träumt er halt davon.
Wie er die Kühe einst besprungen!
Viel später kamen dann die jungen.
Warum - hat er nie recht kapiert.
Auch hat's ihn weiter nicht pressiert.
Doch sperrt die Bullen man hier ein,
Geht's anders rum zu seiner Pein:
Wenn Stier in Not dann auf ihn springt -
Steht er stocksteif - und dem's gelingt,
Die Bulle stramm in ihn zu pressen.
Ohh - Ochs' erschrickt, vergißt das Fressen!
Und doch - das Rammeln bald ihn gar verwöhnt,
Bis Stieres Milch sich tief verströmt!
Dann steht er da und denkt sich recht:
Auch einer Kuh geht's gar nicht schlecht.
Und staunt: 'Oh - Bullenmilch tropft mir!
Das ist ja grad wie einst als Stier...
Doch Ochsenleben währt nicht lang,
Grad daß verging der Bullendrang.
Dadurch sein Fleisch ward rein und schier -
Da stand der Schlachter vor der Tür...
So zeigt sich oft des Lebens Lauf:
Hört dessen Hauptbestimmmung auf,
Ergibt man sich in Trödelein
Mit prompt viel größ'ren Schererein...
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Die Stimme sei uns Instrument
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