Trilogie der Worte

© Uschi Rischanek

Die letzte Brücke...

Geh durch den Sand, doch hinterlasse keine Spuren,
denn hinter meinen Schritten tobt der Sturm der Zeit.
Vor meinem Blick baut er aus Wolken zwei Figuren;
hoch oben – doch der Himmel ist unendlich weit.

Was endlos schien, ist doch so früh gestorben,
die letzte Brücke zwischen uns versank im Meer.
Die Stützen waren schwach; ein Blick hat sie verdorben,
ich schaue fassungslos den Trümmern hinterher …

Der letzte Weg...

...er ist wohl steinig und ganz sicherlich noch weit.
Wie steil, wie schmal, wer könnte dies uns jemals sagen?
Verworren so manch Weg, nach all der langen Zeit,
wenn man zurückgeblickt, was wollte man nicht wagen.

Das Herzensleid, vermag dir niemand mehr zu nehmen.
Einsam letztlich, im allgewärtig Schicksalsrund.
Verblassend im Azur, tiefer als tief das Sehnen,
zu dir mein Herz, wenngleich die Seele mir so wund.

Die Seele...

Die Seele lässt uns ihre Narben spüren.
Ist sie nicht mit dem Herzen eng verbunden?
Und fühlt das Herz nicht auch der Seele Wunden?
Gibt's einen Ort, wo beide sich berühren?

Wenn ja, dann ist der Weg dorthin sehr weit,
auch brach auf ihm so manche starke Brücke;
es gähnt ein Abgrund – nichts füllt diese Lücke,
sind wir zu diesem großen Sprung bereit?

© U.R.& J.L.
Text/Bild/Rezitation
Music: Oleksii Kalyna


© Uschi Rischanek


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Kommentare zu "Trilogie der Worte"

Re: Trilogie der Worte

Autor: Jens Lucka   Datum: 30.03.2026 19:44 Uhr

Kommentar: Liebe Uschi, diese Worte machen nachdenklich. Sie könnten alle Bereiche des Lebens betreffen.

Liebe Grüße von Jens

Re: Trilogie der Worte

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 31.03.2026 11:51 Uhr

Kommentar: Lieber Jens,

da hast du zweifelsfrei recht doch umfasst die Liebe in ihrer mannigfachen Art und Weise nicht auch alle Höhen und Tiefen die es zu überwinden oder wenigstens zu umschiffen gilt? Ich denke je älter man wird, desto mehr finden sich gewisse Erfahrungen ein mit denen es gilt umzugehen und mit ihnen in welcher Form auch immer fertig zu werden.

Danke für dein Hiersein und die Reflektion!
Liebe Grüße
Uschi

Re: Trilogie der Worte

Autor: Perry   Datum: 31.03.2026 12:52 Uhr

Kommentar: Hallo Uschi,
wenn Liebes- oder Lebensbrücken brechen ist es schwer den Seelen-/Herzensschmer zu überwinden und Mut zu finden den Weg bis zum Ende zu gehen.
Wollen wir hoffen, dass er noch weit ist und uns Seelenflügel über den wartenden Abgrund tragen.
Gern deinen Wortbildern in der Gedichttrilogie nachgespürt und der berührenden Vertonung gelauscht!
LG
Manfred

Re: Trilogie der Worte

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 31.03.2026 13:52 Uhr

Kommentar: Hallo Manfred,

weißt du, es gibt Situationen im Leben die wir zwar über uns 'ergehen lassen müssen', sie jedoch nicht wirklich beeinflussen können. Zeitweise kommt es dabei vor, dass sich Wege auch auseinander entwickeln. Vielleicht findet man einander dann im Irgendwann, es wäre hoffens- und wünschenswert.

Ich freue mich, wenn dir meine Vertonung gefiel, gerade bei diesem Text lag mir besonders viel daran.

Liebe Grüße
Uschi

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