Im Füreinand

© Uschi Rischanek

Es liebt sich anders mit der Zeit,
wenn erst an Jahren, die vergangen.
Doch immer noch ist man bereit,
Gefühle innig zu empfangen.

Noch jung und ungestüm an Jahren,
fast wie ein Fohlen unbeschwert.
Erst mit dem Alter zu erfahren,
was einem wahre Liebe wert.

Die gibts, doch anders als zuvor.
Vor Torheit, schützt das Alter nicht.
Dies zu verneinen, wär man Tor,
das Füreinand, es sei dir Pflicht.

Was zählt nunmehr für uns im Leben,
egal dabei ob alt ob jung.
Danach sollte wohl jeder streben,
ein Stückchen an Erinnerung!

© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: LiteSaturation


© Uschi Rischanek


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Beschreibung des Autors zu "Im Füreinand"

"Als wär die Welt dann
für uns nur erschaffen,
in der vielelicht
kein böses Wort
und Trauer existiert ~
als kleiner Hoffnungsstrahl."
U.R.

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Kommentare zu "Im Füreinand"

Re: Im Füreinand

Autor: Michael Dierl   Datum: 02.03.2026 14:48 Uhr

Kommentar: Hi, ein sehr schönes Gedicht gerade an die Menschen gerichtet die Liebe auf anderen Wegen erfahren. Auf Wegen die es als junger Mensch noch nicht gibt. Sie ist nicht oberflächlich, greift viel, viel tiefer und intensiver. Man fühlt sich eins mit der Welt des Anderen mehr als je zuvor. Wenn dann einer stirbt, stirbt der andere mit und das mitunter auch tatsächlich! Hast Du in sehr schöne Worte verpackt.

Lg Michael

Re: Im Füreinand

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 02.03.2026 20:32 Uhr

Kommentar: Hallo Michael,

der Begriff an sich also das 'Im Füreinand' ist, wenn man sich die allgegenwärtige Lage im Rundumuns betrachtet, wohl mehr oder weniger offenbar abhanden gekommen wie es den Anschein hat. Es regieren oftmals nur Egoismus, Neid oder gar Hass und zwar sowohl im weltpolitischem Sinne als aber natürlich auch in den eigensten privaten Dingen.

Es ist wohl ganz und gar nicht selbstverständlich füreinander dazusein... Man darf nicht darauf hoffen, oder es sogar als selbstverständlich voraussetzen, wenngleich es zumeist vorausgesetzt und angenommen wird von vielen.

Nichts ist selbstverständlich, vielleicht lediglich, dass wir alle nur eine beschränkte Zeit hier zur Verfügung gestellt oder zugedacht bekommen. Was ein jeder einzelne dann daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen. Manche lassen sich ein Leben lang treiben und sind dann höchst erstaunt, wenn es gegen Ende möglicherweise nicht so ganz läuft, wie sie es sich vorgestellt und erhofft hatten. Und andere bestehen ein ganzes Leben lang nur aus Vorwärtskommen und dem Streben - wonach auch immer.

Wenn man viele viele Jahre zusammen ist, schleift man sich wohl auch aneinander ab, nimmt die Gewohnheiten und 'Macken' oder Eigenheiten des anderen als liebeswert und gegeben an und hofft auch, dass es der andere ganz ähnlich hält oder betrachtet.

Für viele bricht eine Welt entzwei, wenn nach so langer Zeit - und ich rede da von Jahrzehnten - man dann plötzlich ganz alleine zurückbleibt, vielleicht auch gar keinen großen Freundes- oder Bekanntenkreis mehr hat und mag sein, zu der Ansicht gelangt, ob es das nunmehr gewesen ist...

Zu diesen Erkenntnissen mag man vermutlich auch erst dann gelangen, wenn man schon ein Weilchen hier ist denn in jungen Jahren kümmert man sich nicht, da sind andere wichtigere Prioritäten gesetzt.

Ich danke dir und gebe dir in vielen Dingen mehr als recht!
Liebe Grüße
Uschi

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